Intelligente Stromtankstelle

Mittelgroße und große Unternehmen und Institutionen mit entsprechend großen Mitarbeiter- und/oder Kundenparkplätzen betreiben meist betriebseigene Ortsnetztrafos, die aus der Mittelspannung gespeist werden. Hieraus ergeben sich Chancen für die Installation von Ladeinfrastruktur. Offensichtlich können diese Chancen von Betreibern unabhängiger Ladeinfrastruktur teilweise aus administrativen Gründen nicht genutzt werden. Dieses Dilemma wird beispielhaft am Campus der Hochschule Reutlingen aufgezeigt und für alle Beteiligten gewinnbringend gelöst. Nach dem Motto „Köpfchen statt Kupfer“ sollen bestehende Ortsnetztrafos netzdienlich besser ausgelastet werden, anstatt neue Leitungen und Transformatoren zu installieren, welche anschließend mit geringerer Auslastung betrieben werden müssten.

Das Last- und Lademanagement erfolgt dynamisch und berücksichtigt sowohl lokale Engpässe, Lastspitzen und erneuerbare Erzeugungsüberschüsse innerhalb der Liegenschaft, als auch zentrale Rahmenbedingungen des Netzbetreibers zur Netzstabilisierung.

Es handelt sich um ein Verbundprojekt der Stadtwerke Ludwigsburg, der Hochschule Reutlingen und des ISC Konstanz, in dem an drei Standorten Ladeinfrastruktur realisiert wird. Das Teilprojekt in Reutlingen wird mit folgenden Partnern realisiert: Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft Baden-Württemberg, FairNetz GmbH, Vermögen- und Bauamt Tübingen, sowie beteiligten Unternehmen.